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Ein erfahrener Arzt sollte mit einem Blick sehen, ob ein Lipödemleiden vorliegt oder nicht – vorausgesetzt, er kennt dieses Krankheitsbild der Fettverteilungsstörung. Grundsätzlich benötigt es somit keine spezielle Diagnostik dieser Erkrankung. Eine weiterführende Abklärung macht immer dann Sinn, wenn andere Begleiterkrankungen gesucht oder ausgeschlossen werden müssen (z.B. eine Venenschwäche, ein rheumatisches Leiden, eine Arthrose etc.).

Die Diagnose eines Lipödems ist auch deshalb für viele Frauen wichtig, damit sie ihre Beinproblematik benennen können und Akzeptanz, Verständnis sowie Handlungsbedarf erfahren, anstatt immer wieder den banalen Satz hören zu müssen: „Das ist halt so, finde dich damit ab!“.

Lipödem Ultraschall

Der Ultraschall wird bei der Diagnose eines Lipödems eingesetzt, um eine Venenschwäche auszuschliessen. Diese kann als Begleiterkrankung vorhanden sein, ohne dass dies am Bein ersichtlich ist. Nur der Ultraschall klärt diese Fragestellung mit Sicherheit ab, bevor eine Lipödem OP durchgeführt wird.

Lipödem Ultraschall

In gewissen Fällen macht der Einsatz des Ultraschalls auch Sinn, um die Fettdicke an bestimmten Stellen zu messen, z.B. um einen Verlauf zu dokumentieren oder für ein Gutachten. Der Ultraschall kann zudem unterscheiden, ob die Beinschwellung ein Lipödem oder Lymphödem ist. Bei einem Lipödem finden sich “Schneesturm-artige“ Bilder vom Gewebe unter der Haut, während bei einem Lymphödem die Stauungen der Lymphsepten sichtbar sind. Fettgewebe sieht bei einem Lipödem und bei einem normalen Bein immer gleich aus, im Ultraschall gibt es da keinen Unterschied.

Diese Untersuchungen sind für eine Lipödem Behandlung normalerweise nicht notwendig, sondern werden nur bei ganz speziellen Fragestellungen durchgeführt.

Zur Diagnose eines Lipödems reicht der Blick eines erfahrenen Arztes in Kombination mit der Befragung (Anamnese). Eine körperliche Untersuchung schliesst andere Schmerzursachen der Beine aus oder weist sie nach. Die apparative Untersuchung mit dem Ultraschall ist immer obligat zum Ausschluss einer Venenschwäche als Ursache der Beinschwellung und zum Ausschluss einer Lymphstauung. Das Fett eines “gesunden“ Patienten sieht im Vergleich zum Fett eines Lipödems gleich aus, es ist also kein Unterschied erkennbar.

Lipödem Selbstdiagnose/Kneif-Test

Die Haut an den Armen und Beinen ist grundsätzlich sehr dünn, so dass die Venen auf dem Hand- oder Fussrücken sowie oftmals auch am gesamten Unterschenkel sichtbar ist. Bei einem “Kneif-Test“ zeigt sich, dass an dieser Stelle kein Fettgewebe vorhanden ist. Bei einem Lipödem hat es nun deutlich mehr bis ganz viel Fett zwischen der Haut und der Muskulatur. Auf dem Unterschenkel sind gar keine Adern ersichtlich, und beim “Kneif-Test“ ist die Hautfalte zwischen den Fingern sehr dick – im schlimmsten Fall kann gar keine Hautfalte gebildet werden. Am Fussrücken sind die Gefässe im Normalfall immer sichtbar bei einem Lipödem, diese verschwinden nur bei einem Lymphödem.

Beim Lipödem fehlen also die Gefässzeichnungen am Unterschenkel, und es findet sich dort deutlich mehr Gewebe zwischen Haut und Muskulatur als am Handrücken oder auf dem Fuss (Kneiftest). 

Lipödem Kneiftest

Blick-Diagnose Lipödem

Das Lipödem hat charakteristische Merkmale, weswegen oftmals nur ein Blick genügt, um die Diagnose zu stellen. Als erstes fällt auf, dass die Beine und/oder Arme im Vergleich zum restlichen Körper (Stamm) zu dick erscheinen. Das Lipödem am Unterschenkel beginnt auf der Höhe der Fussknöchel und erfasst meistens den ganzen Unterschenkel. Die Region unterhalb der Knöchel hinten am Fuss (Knöchelkulisse) und auch der Fussrücken bleiben ausgespart. Am Oberschenkel findet sich vermehrtes Fettgewebe vorne, an der Innen- und/oder an der Aussenseite. Klassische Fettdepots wie Reiterhose oder zwischen den Oberschenkeln wirken noch viel ausgeprägter, ja teilweise grotesk (zum Beispiel Elefantenbeine). In manchen Fällen ist die Gesässpartie einbezogen, doch muss dies nicht sein.

Oftmals findet sich das Lipödem auch am Oberarm als zirkuläre Fettansammlung, d.h. der gesamte Arm ist davon betroffen. Hände wie auch Füsse sind eigentlich nie vom Lipödem betroffen, es ist jedoch möglich, dass die Gefässe am Fuss nicht sichtbar sind. Die Ursache ist dann aber nicht ein Lipödem, sondern eine Stauungskomponente der Lymphe (Begleitlymphstauung).

Durch die Blickdiagnose wird das Lipödem eingeteilt in Grad I–III und in die Einteilung Unterschenkel- bis Ganzbein-Typ.

Lipödem Diagnose

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Wir verstehen, dass die Behandlung eines Lipödems wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer kostenlosen und unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in der LIPÖDEMCLINIC. 

Sollten Sie vor der Beratung eine kurze online Vorabklärung wünschen, können Sie uns gerne per E-mail kontaktieren. Für Patienten, die nicht sehr mobil sind oder eine lange Anreise hätten, offerieren wir zudem Skype Konsultationen. 

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