Beim Absaugen eines Lipödems müssen bestimmte Punkte besonders berücksichtigt werden. Ganz wichtig ist es immer, das Lymphgefässsystem möglichst nicht zu verletzen. Unter Auswertung aktuellster Studien zum Thema und im Gespräch mit den führenden Ärzten weltweit können folgende Punkte festgehalten werden, die bei der Absaugung eines Lipödems wichtig sind:

Unter Berücksichtigung der obigen Punkte wird das Fett aus seinen Speicherdepots am Bein unter Schonung der Lymphgefässe entfernt. Die Bindegewebebrücken, die die Haut (braun im Bild) an die Muskulatur (rot im Bild) binden, ziehen sich im Rahmen der Abheilungsphase nach der Fettabsaugung zusammen, was zu einer Straffung des Gewebes führt. Überschüssige Haut bleibt nicht übrig, sondern strafft sich nachhaltig. Der Straffungseffekt der Bindegewebefasern nach einer Fettabsaugung führt auch dazu, dass das Bindegewebe verhärtet und an Elastizität verliert. Dies erklärt die massive Verbesserung der Schwellungstendenz nach einer Fettabsaugung.
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Es existiert eine Vielzahl an Maschinen und Techniken, wie abgesaugt werden kann. Jede Technik kann eingesetzt werden, sofern sie die genannten Grundprinzipien für die Behandlung eines Lipödems befolgt.
Studien und Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Wasserstrahl-assistierte Fettabsaugung (WAL) die zurzeit beste Methode der Behandlung ist, weil sie am schonendsten arbeitet und das Lymphgefässsystem nicht verletzt.
Diese Kanülen vibrieren mit einer sehr hohen Frequenz während der Liposuktion, was bewirkt, dass die Fettzellen aus ihren Bindegewebe-Betten “herausgeschüttelt“ anstatt “herausgekratzt“ werden. Diese Technik soll schonender sein als andere Konzepte, genaue Studien dazu fehlen jedoch. Ein Nachteil dieser Technik ist, dass die verwendeten Kanülen relativ dick sind mit Durchmessern von 3-4mm.
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Die Anwendung dieser Absaugtechnik ist weniger anstrengend für den behandelnden Arzt, was vielleicht die Beliebtheit dieser Methode erklären könnte.
Studien und Erfahrungen zeigen, dass die Wasserstrahl-assistierte Fettabsaugung (WAL) die zurzeit beste Methode der Behandlung ist, weil sie am schonendsten arbeitet und das Lymphgefäss-System nicht beschädigt. Statt die Fettzellen scharf herauszulösen, werden sie bei einer Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung nur sanft herausgespült. Bei jeder Fettabsaugung eines Lipödems – und insbesondere bei der Liposuktion der Unterschenkel – ist es ganz wichtig, dass während der Behandlung keine Lymphgefässe verletzt werden, was sonst zu dauerhaften Schwellungen der Beine führen kann. Die Einführung der Wasserstrahlabsaugung (WAL) kann als Quantensprung in der Behandlung des Lipödems bezeichnet werden: Bereits 1988 wurde diese Technik eingeführt, um Gewebe ohne Skalpell zu trennen und gleichzeitig Nerven, Blutgefässe sowie Lymphbahnen zu schonen. Über eine spezielle Kanüle wird eine Kochsalzlösung in das Fettgewebe eingebracht, welches das Gewebe schmerzunempfindlich macht und gleichzeitig die Fettzellen aus dem Gewebe spült. Dies kann verglichen werden, wie wenn bei der Honiggewinnung Honig aus Bienenwaben geschleudert wird, während die Bienenwaben selbst intakt bleiben. Mit der gleichzeitigen Spül- und Saugtechnik erfolgt die Infiltration mit dem Wasserstrahl zur selben Zeit wie die Fettabsaugung; wichtige Strukturen wie Blutgefässe, Nerven oder Lymphbahnen werden hierbei sanft zur Seite geschoben und dadurch vor mechanischen Verletzungen geschützt. Die Wasserstrahl-assistierte Fettabsaugung (WAL) bewirkt keine Traumatisierung des Gewebes und ist eher eine "Spül-" als eine "Saugmethode". Im Vergleich zu anderen Techniken gelangt bei der Wasserstrahlabsaugung weniger Anästhesieflüssigkeit in den Körper, was auch die Belastung durch Nebenwirkungen der Flüssigkeit oder der Medikamente verringert.
Die Wirkung der Wasserstrahlabsaugung kann wie folgt erklärt werden: Wenn eine Rose umgepflanzt wird, kann sie mit dem Spaten ausgegraben werden, was vermutlich ein paar Wurzeln beschädigen wird. Wer keine Wurzeln beschädigen will, spült schonend mit einem Wasserstrahl um die Wurzeln herum, bis diese vollständig von der Erde befreit sind. Ähnlich verhält es sich mit der Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung, die das Bindegewebe sowie die Blut- und Lymphgefässe optimal schont. Dadurch sind im Heilverlauf weniger entzündliche Reaktionen zu beobachten, wodurch auch eine bessere Rückbildung des Gewebes erzielt werden kann.
Eine andere anschauliche Beschreibung des Vorganges vergleicht die Fettzellen unter der Haut mit einer Weintraube: Beim maschinellen Absaugen werden die Trauben zerstört, danach wird die Flüssigkeit abgesaugt, wobei viel totes Zellmaterial liegenbleibt. Bei der Wasserstrahl-assistierten Liposuktion werden die Trauben einzeln und ohne, dass sie zerstört werden, vom Stiel abgelöst.

Diese Vergleiche sollen veranschaulichen, dass mit dem Wasserstrahl die Blut- und Lymphgefässe sowie das Bindegewebe optimal geschont werden. Dadurch sind im Heilverlauf weniger entzündliche Reaktionen zu beobachten, wodurch auch eine bessere Rückbildung des Gewebes mit strafferer Haut und glatter Oberfläche erzielt werden kann.
Manchmal ist es notwendig, beim Absaugen gleichzeitig die Haut zu straffen und zu glätten. Eine gewisse Straffung kann durch das Absaugen an sich erreicht werden, bei schlaffem Gewebe reicht dies jedoch nicht aus. In diesen Fällen empfiehlt sich dann die Anwendung zusätzlicher Verfahren, um die Haut zu straffen.
Bei der RENUVION Methode wird eine spezielle Absaugkanüle verwendet, die an ihrer Spitze durch Radiofrequenz erwärmt wird und somit das Fettgewebe auf 60°-80° C erwärmt, was eine maximale Straffung erzielt. Durch eine Temperatursonde auf der Haut kann diese Technik sehr gut kontrolliert werden. Das RENUVION Verfahren empfiehlt sich besonders bei Absaugungen am Oberschenkel, wenn die Haut dort sehr schlaff ist.
Neben RENUVION kann die Haut auch mit dem Endolaser ohne Skalpell gestrafft werden.
Dabei wird eine sehr feine Laserfaser unter die Haut eingebracht. Die kontrollierte Energieabgabe erwärmt das Gewebe gezielt und führt zu einer Kontraktion vorhandener Kollagenstrukturen des Bindegewebes, das sich dadurch in den Wochen danach strafft. Das Ziel ist eine bessere Anpassung der Haut an das nach der Fettabsaugung reduzierte Volumen.
Der Endolaser ersetzt keine operative Hautstraffung und kann ausgeprägte Hautüberschüsse nicht vollständig beseitigen. Bei geeigneten Patientinnen kann er jedoch eine sinnvolle Ergänzung der Liposuktion bei Lipödem sein, wenn neben der Fettreduktion auch eine Verbesserung der Hautstraffung gewünscht wird.
Welche Technik und ob eine zusätzliche Hautstraffung bei Ihnen sinnvoll ist, entscheiden wir deshalb immer individuell anhand von Fettverteilung, Hautqualität, Bindegewebe, Alter und gewünschtem Behandlungsergebnis.
In der LIPÖDEMCLINIC setzen wir hauptsächlich die Wasserstrahl-assistierte Fettabsaugung (WAL) ein. Sie gilt als besonders schonend, da Fettzellen gezielt gelöst werden und wichtige Strukturen wie Blutgefässe, Nerven und Lymphbahnen bestmöglich geschont werden.
Bei der WAL werden die Fettzellen mit einem feinen Wasserstrahl aus dem Gewebe gelöst und gleichzeitig abgesaugt. Dadurch wird das umliegende Gewebe weniger belastet als bei vielen anderen Verfahren und die Heilung kann unterstützt werden.
Bei einer korrekt durchgeführten Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung ist das Risiko einer Verletzung der Lymphgefässe nach unserer Erfahrung sehr gering. Gerade bei der Behandlung eines Lipödems legen wir besonderen Wert auf eine möglichst schonende Operationstechnik.
Renuvion ist ein Verfahren zur inneren Hautstraffung. Es kann ergänzend zur Fettabsaugung eingesetzt werden, wenn zusätzlich eine stärkere Straffung der Haut gewünscht oder erforderlich ist.
Beim Endolaser wird eine sehr feine Laserfaser unter die Haut eingeführt. Die kontrollierte Wärme regt die Straffung des Bindegewebes an und unterstützt die Anpassung der Haut an die neue Körperkontur nach der Fettabsaugung.
Nein. Verfahren wie Renuvion oder Endolaser können die Hautstraffung unterstützen, ausgeprägte Hautüberschüsse jedoch nicht vollständig beseitigen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Ihrer Hautqualität und dem individuellen Befund ab.
Das entscheiden wir individuell nach einer ausführlichen Untersuchung. Dabei berücksichtigen wir unter anderem Ihre Fettverteilung, Hautqualität, das Bindegewebe, Ihr Alter sowie das gewünschte Behandlungsergebnis.
Wir verstehen, dass die Behandlung eines Lipödems wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in der LIPÖDEMCLINIC.
Sollten Sie vor der Beratung eine kurze Vorabklärung wünschen, können Sie uns gerne per E-mail kontaktieren.
Egal, auf welchem Weg Sie uns erreichen wollen – wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören/lesen!