Viele Frauen, die zu uns kommen, haben bereits einen langen Weg hinter sich. Oft besteht seit Jahren das Gefühl, dass mit den eigenen Beinen oder Armen «etwas nicht stimmt». Die Proportionen verändern sich, bestimmte Fettpolster bleiben trotz Sport und Gewichtsabnahme bestehen, vielleicht kommen Schmerzen, Schweregefühl oder eine zunehmende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper hinzu. Nicht selten folgen Jahre der Verunsicherung, unterschiedliche Diagnosen und immer wieder die Frage: Habe ich ein Lipödem – und was kann ich dagegen tun?
Genau hier beginnt Ihr Weg bei uns. Zunächst möchten wir verstehen, was Sie persönlich stört und welche Beschwerden Sie haben. In einem ausführlichen Gespräch erfassen wir Ihre Vorgeschichte und untersuchen Ihre Beine beziehungsweise Arme sorgfältig. Dabei beurteilen wir nicht nur, ob das Erscheinungsbild und Ihre Beschwerden zu einem Lipödem passen, sondern betrachten die Situation als Ganzes. Je nach Befund können ergänzende Untersuchungen, beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung, sinnvoll sein.
Denn nicht jeder Schmerz im Bein wird durch ein Lipödem verursacht. Venöse oder lymphatische Erkrankungen, Übergewicht und die damit verbundene mechanische Belastung, Probleme der Gelenke und Muskulatur, Rücken- oder Nervenerkrankungen, rheumatische Beschwerden oder Veränderungen der Faszien können ähnliche Beschwerden verursachen oder zusätzlich zu einem Lipödem bestehen. Häufig finden wir deshalb Mischbilder verschiedener Ursachen. Wenn eine weiterführende Abklärung notwendig ist, empfehlen wir Ihnen die entsprechende fachärztliche Untersuchung.
Anschliessend besprechen wir gemeinsam, was Sie erreichen möchten. Geht es Ihnen vor allem darum, Schmerzen und Schweregefühl zu reduzieren? Möchten Sie Gewicht verlieren? Stört Sie in erster Linie die ausgeprägte Fettverteilung und die Disproportion zwischen Ober- und Unterkörper? Oder wünschen Sie sich eine Kombination aus weniger Beschwerden und einer Veränderung Ihrer Körperform? Nicht die Diagnose allein bestimmt die Behandlung, sondern Ihre individuelle Ausgangssituation und Ihr persönliches Ziel.
Wenn eine Behandlung ohne Operation sinnvoll ist, stehen uns verschiedene konservative Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören je nach Situation beispielsweise Lymphdrainage, Endermologie, Contura Massage, Sphere-Therapie, spezielle Wickel- und Kompressionskonzepte sowie individuell begleitete Programme zur Gewichtsreduktion. Unser Ziel ist es dabei, nicht einfach ein Standardschema abzuarbeiten, sondern diejenigen Massnahmen auszuwählen, die zu Ihren Beschwerden und Ihrer Situation passen.
Konservative Behandlungen können Beschwerden lindern und das Wohlbefinden verbessern. Wenn jedoch die disproportionale Fettverteilung selbst dauerhaft reduziert und die Körperkontur gezielt verändert werden soll, kann eine Fettabsaugung die entscheidende Behandlungsoption sein. Gemeinsam besprechen wir realistisch, welches Ergebnis bei Ihnen möglich ist, welche Regionen behandelt werden sollten und ob gegebenenfalls mehrere Eingriffe sinnvoll sind.
Auch auf eine Fettabsaugung bereiten wir Sie sorgfältig vor. Je nach Ausgangssituation können bereits vor dem Eingriff konservative Massnahmen sinnvoll sein, um optimale Voraussetzungen für die Operation und die anschliessende Heilungsphase zu schaffen.
Und unsere Betreuung endet nicht mit der Fettabsaugung. Gerade die Zeit danach ist für ein gutes Ergebnis wichtig. Deshalb begleiten wir Sie auch postoperativ in unserer LIPÖDEMCLINIC mit individuell abgestimmter Nachsorge, beispielsweise mit Lymphdrainage, Kompression und weiteren unterstützenden Behandlungen. In regelmässigen Kontrollen beobachten wir den Heilungsverlauf und die Entwicklung Ihres Fortschrittes.
Auch langfristig möchten wir wissen, wie es Ihnen geht. Deshalb bleiben wir mit Ihnen in Kontakt, kontrollieren den Verlauf und sind für Sie da, wenn Fragen oder Probleme auftreten oder weitere Unterstützung sinnvoll ist.
Unser Anspruch ist nicht, einfach eine Diagnose zu stellen oder eine Fettabsaugung durchzuführen. Wir möchten Sie von der ersten Abklärung über die individuell passende Behandlung bis zur Nachsorge begleiten – damit am Ende nicht nur Ihre Beine anders aussehen, sondern Sie sich mit Ihrem Körper wieder wohler fühlen.
Eine sorgfältige Diagnose ist wichtig, denn nicht jedes dicke, schmerzhafte oder geschwollene Bein ist automatisch ein Lipödem.
Egal ob «echtes» oder «falsches» Lipödem: Wir behandeln keine Diagnosen, sondern Sie und Ihre Probleme, mit denen Sie zu uns kommen. Unabhängig davon, ob alle Kriterien der S2k-Leitlinie für ein Lipödem erfüllt sind: Wenn Sie unter Schmerzen, unförmigen Beinen, einer starken Fettverteilungsstörung oder Cellulite leiden, suchen wir gemeinsam nach der Ursache und nach sinnvollen Behandlungsmöglichkeiten.
Die Diagnose eines Lipödems ergibt sich aus dem Zusammenspiel von drei wesentlichen Faktoren:
Besonders wichtig ist zunächst die Abgrenzung gegenüber venösen Erkrankungen und Störungen des Lymphsystems. Darüber hinaus können Übergewicht und die damit verbundene mechanische Belastung, Erkrankungen des Bewegungsapparates, rheumatische Beschwerden, Nerven- oder Rückenprobleme, Muskelverkürzungen oder Faszienproblematiken Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen verursachen oder verstärken.
In der Praxis finden wir deshalb sehr häufig Mischbilder verschiedener Diagnosen: Nicht jedes Symptom lässt sich einer einzigen Diagnose zuordnen.
Für uns steht daher nicht nur die Frage «Ist es ein Lipödem – ja oder nein?» im Mittelpunkt, sondern vor allem:
«Was verursacht Ihre Beschwerden, was stört Sie optisch und wie können wir Ihnen sinnvoll helfen?»
Denn auch wenn eine Fettverteilungsstörung nicht alle Kriterien eines Lipödems erfüllt oder eine Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen wird, bedeutet das nicht, dass Sie sich mit Ihren Beschwerden oder einer für Sie stark belastenden Körperform abfinden müssen.
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Die Haut an Armen und Beinen ist grundsätzlich sehr dünn. Deshalb sind die Venen auf dem Hand- oder Fussrücken sowie oftmals auch am gesamten Unterschenkel gut sichtbar.
Bei einem «Kneif-Test» zeigt sich, dass an diesen Stellen kaum Fettgewebe vorhanden ist. Bei einem Lipödem befindet sich dagegen deutlich mehr Fett zwischen Haut und Muskulatur.
Am Unterschenkel sind häufig keine Gefässe mehr sichtbar und beim Kneif-Test ist die Hautfalte zwischen den Fingern deutlich dicker. Im ausgeprägten Stadium kann sich sogar kaum noch eine Hautfalte bilden.
Am Fussrücken bleiben die Gefässe beim Lipödem normalerweise sichtbar. Verschwinden diese ebenfalls, spricht dies eher für eine zusätzliche Lymphstauung.
Beim Lipödem fehlen also häufig die Gefässzeichnungen am Unterschenkel und es findet sich deutlich mehr Gewebe zwischen Haut und Muskulatur als beispielsweise am Handrücken oder am Fuss.
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Das Lipödem besitzt charakteristische Merkmale, weshalb ein erfahrener Arzt die Diagnose oftmals bereits auf den ersten Blick vermuten kann.
Typisch ist zunächst die unproportionale Fettverteilung: Beine und/oder Arme erscheinen im Vergleich zum Oberkörper deutlich kräftiger.
Am Unterschenkel beginnt das Lipödem typischerweise auf Höhe der Fussknöchel und betrifft meist den gesamten Unterschenkel. Die Region unterhalb der Knöchel sowie der Fussrücken bleiben dabei ausgespart.
Am Oberschenkel findet sich vermehrtes Fettgewebe vor allem vorne, an der Innen- und Aussenseite. Klassische Fettdepots wie Reiterhosen oder Fettansammlungen zwischen den Oberschenkeln sind oftmals deutlich ausgeprägter und können in schweren Fällen sehr grosse Ausmasse annehmen.
In manchen Fällen ist zusätzlich die Gesässregion betroffen.
Auch an den Oberarmen findet sich häufig eine zirkuläre Fettvermehrung. Hände und Füsse sind dagegen grundsätzlich nicht betroffen. Sind am Fuss die Gefässe nicht sichtbar, liegt die Ursache meist nicht im Lipödem selbst, sondern in einer zusätzlichen Lymphstauung.
Durch die Blickdiagnose erfolgt die Einteilung in die verschiedenen Erscheinungsformen und Stadien des Lipödems.
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Das Körpergewicht allein sagt nur wenig darüber aus, wie sich Ihr Körper tatsächlich verändert. Deshalb ergänzen wir unsere Untersuchungen und Behandlungen durch eine moderne Körperanalyse mit Scaneca.
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Hierbei stehen Sie auf einer kleinen Fläche, auf der Sie sich langsam drehen, während Ihr Körper vom Scaneca-Gerät dreidimensional erfasst und ausgewertet wird.
Die Messung ist einfach, schnell und schmerzfrei. Innerhalb weniger Minuten erhalten wir eine detaillierte Analyse Ihrer Körperzusammensetzung. Dabei können unter anderem Körperfett, Muskelmasse und die Verteilung des Gewebes erfasst und dokumentiert werden. Zusätzlich ermöglicht die Darstellung der Körperform eine anschauliche Beurteilung Ihrer Proportionen.
Gerade bei Frauen mit Lipödem, Lipohypertrophie oder Übergewicht ist das für uns besonders interessant. Denn eine normale Waage zeigt lediglich, ob Sie beispielsweise fünf Kilogramm abgenommen haben. Sie zeigt jedoch nicht, wo diese Veränderung stattgefunden hat und wie sich das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse verändert hat.
Wir nutzen Scaneca deshalb auch als objektive Erfolgskontrolle im Behandlungsverlauf. Wiederholungsmessungen ermöglichen es, Veränderungen mit den Ausgangswerten zu vergleichen und Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren – beispielsweise während einer Gewichtsreduktion oder im Rahmen unseres Behandlungskonzeptes.
Das kann auch für Sie motivierend sein: Manchmal verändert sich auf der Waage nur wenig, während sich die Körperzusammensetzung bereits deutlich verbessert hat.
Die Scaneca-Analyse ist für uns daher kein komplizierter zusätzlicher Untersuchungsschritt, sondern eine unkomplizierte Möglichkeit, Ihren Ausgangszustand festzuhalten und Veränderungen im Verlauf objektiver sichtbar zu machen.
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Der Ultraschall wird bei der Diagnose eines Lipödems eingesetzt, um eine Venenschwäche oder Lymphproblematik, aber auch sonstige Erkrankungen des Fettgewebes oder der Muskulatur auszuschliessen. Diese können als Begleiterkrankung vorhanden sein, ohne dass dies am Bein ersichtlich ist. Nur der Ultraschall kann hier zuverlässig die Diagnose sichern.
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In gewissen Fällen macht der Einsatz des Ultraschalls auch Sinn, um die Fettdicke an bestimmten Stellen zu messen, beispielsweise um einen Verlauf zu dokumentieren oder ein Gutachten zu erstellen.
Der Ultraschall kann zudem unterscheiden, ob eine Beinschwellung durch ein Lipödem oder ein Lymphödem verursacht wird. Bei einem Lipödem finden sich typische «schneesturmartige» Bilder des Gewebes unter der Haut, während bei einem Lymphödem die Stauungen der Lymphsepten sichtbar werden.
Fettgewebe sieht bei einem Lipödem und bei einem normalen Bein im Ultraschall gleich aus. Ein Unterschied des Fettgewebes selbst ist deshalb nicht erkennbar.
Diese Untersuchungen sind für eine Lipödem-Behandlung normalerweise nicht notwendig, sondern werden nur bei speziellen Fragestellungen durchgeführt.
Zur Diagnose eines Lipödems reicht der Blick eines erfahrenen Arztes in Kombination mit der Befragung (Anamnese). Eine körperliche Untersuchung schliesst andere Schmerzursachen der Beine aus oder weist sie nach. Die apparative Untersuchung mittels Ultraschall dient insbesondere dem Ausschluss einer Venenschwäche als Ursache der Beinschwellung sowie einer Lymphstauung.
Wir verstehen, dass die Behandlung eines Lipödems wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in der LIPÖDEMCLINIC.
Sollten Sie vor der Beratung eine kurze Vorabklärung wünschen, können Sie uns gerne per E-mail kontaktieren.
Egal, auf welchem Weg Sie uns erreichen wollen – wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören/lesen!