Ein Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die hauptsächlich Frauen betrifft. Es ist gekennzeichnet durch eine übermässige Fettansammlung an Beinen, Hüften und Armen – oft begleitet von Schmerzen und Druckempfindlichkeit.
Typisch sind eine symmetrische Fettvermehrung vor allem an Beinen, Hüften und teilweise Armen sowie Schmerzen oder Druckempfindlichkeit des betroffenen Gewebes. Viele Patientinnen berichten zusätzlich über schwere Beine, Schwellungsneigung und eine erhöhte Neigung zu blauen Flecken. Nicht jede Fettverteilungsstörung ist jedoch automatisch ein Lipödem – deshalb ist eine sorgfältige Diagnose wichtig.
Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung, bei der die typische Fettverteilung sowie Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit beurteilt werden. Zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall können ergänzend eingesetzt werden.
Wenn Sie über längere Zeit unter schmerzhaften, schweren oder unverhältnismässig kräftigen Beinen oder Armen leiden oder den Verdacht auf ein Lipödem haben, ist eine fachärztliche Untersuchung sinnvoll. Dabei lässt sich klären, ob tatsächlich ein Lipödem, eine Lipohypertrophie oder eine andere Ursache hinter Ihren Beschwerden steckt – und welche Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und Ihrer persönlichen Situation. Bewegung, Kompression, spezialisierte Massagen und weitere konservative Massnahmen können Beschwerden lindern. Auch eine Gewichtsnormalisierung kann wichtig sein, insbesondere wenn zusätzlich Übergewicht besteht. Krankhaft vermehrtes Fettgewebe lässt sich dadurch jedoch nicht gezielt entfernen. Hierfür kommt eine Liposuktion bei Lipödem infrage.
Ja. Ein Lipödem kann zunächst konservativ behandelt werden. Je nach Beschwerden kommen beispielsweise Bewegung, Kompression, Lymphbehandlung und spezialisierte Massagen infrage. Diese Massnahmen können Schmerzen, Schweregefühl und Schwellungsneigung verbessern, entfernen das Lipödem-Fettgewebe jedoch nicht.
Nein. Eine Gewichtsabnahme kann vorhandenes Übergewicht reduzieren und die Gesamtbelastung des Körpers deutlich verbessern, ein Lipödem lässt sich jedoch nicht einfach „wegdiäten“. Trotzdem ist ein gesundes Körpergewicht ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und kann auch die Ergebnisse einer späteren Liposuktion positiv beeinflussen.
Das Lipödem gilt als chronische Erkrankung. Beschwerden können jedoch häufig sehr gut behandelt werden. Konservative Massnahmen dienen vor allem der Symptomkontrolle. Mit einer Liposuktion kann das krankhaft vermehrte Fettgewebe gezielt und dauerhaft entfernt werden. Eine lebenslange Garantie auf vollständige Beschwerdefreiheit kann jedoch keine Behandlung geben.
Leider zahlt zurzeit fast keine Krankenkasse die Absaugung eines Lipödems. Meistens wird angeführt, dass die Fettabsaugung des Lipödems noch keine etablierte Behandlungsmethode mit dokumentierten Langzeitergebnissen darstellt, weshalb eine Gutsprache nicht erteilt werden kann.
Daneben berufen sich viele Krankenkassen auf das Ergebnis eines Expertengespräches des Bundesgesundheitsministerium in Deutschland, das folgendes Fazit ergab: Die Absaugung des Lipödems scheint eine gute Methode zu sein, aber die aktuelle Datenlage lässt aufgrund mangelnder Daten den Schluss nicht zu, dass eine Absaugung eine nachhaltige Lösung zur Behandlung des Lipödems ist und somit Kassen zur Kostenübernahme nicht gezwungen werden können.
Eine Erstberatung ist kostenlos.
Es gibt eigentlich nur einen Qualitätsnachweis für einen „guten“ Arzt, und das ist seine Erfahrung. Ärzte, die selbst eine Behandlung benötigen, fragen einen anderen Arzt immer als erstes nach seiner Anzahl an Eingriffen pro Jahr. Der Grund ist ganz einfach: Ein „schlechter“ Arzt wird so viel mit Haftpflicht-Prozessen zu tun haben, dass er gar nicht mehr arbeiten darf.
Ein Arzt, der viele Absaugungen durchführt, hat sehr viele Erfahrungen gesammelt und alle Spezialfälle schon einmal erlebt. Ein solch routinierter Arzt kennt sich auch mit speziellen Gewebesituationen aus, so dass Sie sich stets in sicheren Händen fühlen können.
Tipp: Fragen Sie bei Ihrem Beratungsgespräch nach der Erfahrung des Arztes und nach seiner Ausbildung. Fragen Sie zudem nach Referenzen behandelter Patienten, und lassen Sie sich seine Technik genau erklären. Arbeitet er wirklich nach den angegebenen Prinzipien? Ein erfahrener Arzt sollte insgesamt mindestens 2000 Fettabsaugungen durchgeführt haben und pro Jahr mindestens 200-300 Eingriffe vollziehen.
Dr. Linde führt seit 1998 Liposuktionen durch und hat zwischenzeitlich ca. 10 000 Patienten abgesaugt, mit einer Frequenz von ca. 700 Liposuktionen im Jahr.
Der ideale Arzt verfügt zudem über eine geprüfte Weiterbildung auf dem Gebiet der Venen, hat also den Fähigkeitsausweis Phlebologie und ist auch im Bereich Ultraschall ausgebildet (Fähigkeitsausweis Ultraschall, spez. Gefässe). Bei solch einem Arzt erhalten Sie die gesamte Behandlung «aus einer Hand», d.h. der Arzt kann sowohl die gesamte Abklärung als auch die Behandlung durchführen.
Bei einer Liposuktion wird das krankhaft vermehrte Fettgewebe gezielt reduziert. Ziel ist nicht einfach eine schlankere Silhouette, sondern vor allem eine langfristige Verbesserung der Beschwerden, der Beweglichkeit und der Lebensqualität. Ob eine Liposuktion sinnvoll ist, sollte immer individuell ärztlich beurteilt werden.
Der Heilungsprozess variiert je nach Patientin und Ausmass des Eingriffs. In der Regel sind Patientinnen nach wenigen Tagen wieder mobil, jedoch sollte körperliche Anstrengung für mehrere Wochen vermieden werden. Schwellungen und Blutergüsse können über mehrere Wochen bestehen bleiben.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Liposuktion Risiken, darunter Infektionen, Blutungen, Schwellungen und Narbenbildung. Wir klären Sie vor dem Eingriff ausführlich über mögliche Risiken und Komplikationen auf.
In der LIPÖDEMCLINIC wird die Fettabsaugung ambulant durchgeführt. Dadurch können Kosten eines stationären Spitalaufenthaltes vermieden werden und wir können diese Einsparungen an unsere Patientinnen weitergeben.
Unsere Fettabsaugungen bei Lipödem führen wir in der Regel im Dämmerschlaf in Kombination mit einer lokalen Betäubung durch. Sie schlafen während der Behandlung entspannt, atmen selbstständig und nehmen vom Eingriff praktisch nichts wahr. Welche Form der Anästhesie im individuellen Fall geeignet ist, wird vor der Operation mit Ihnen besprochen.
Wir bevorzugen die wasserstrahlassistierte Liposuktion (WAL). Dabei wird das Fettgewebe mit Hilfe eines feinen Wasserstrahls möglichst schonend gelöst und anschliessend abgesaugt.
Nein. Eine Fettabsaugung bei Lipödem muss nicht im Stehen durchgeführt werden. Die Position während des Eingriffs richtet sich nach der behandelten Körperregion und der angewendeten Technik. Gerade an den Unterschenkeln erfolgt die Behandlung in der Regel im Liegen.
Die Dauer der Liposuktion variiert je nach Grösse und Anzahl der zu behandelnden Bereiche. In der Regel dauert der Eingriff mehrere Stunden. Die voraussichtliche Dauer wird im Rahmen der individuellen Operationsplanung mit Ihnen besprochen.
Vor der Liposuktion erhalten Sie von uns genaue Anweisungen zur Vorbereitung. Dazu gehören unter anderem Hinweise zu Medikamenten, Ernährung, Bewegung und organisatorischen Vorbereitungen für den Operationstag und die erste Zeit danach.
Während des Eingriffs verspüren Sie dank Dämmerschlaf und lokaler Betäubung keine Schmerzen. Nach der Operation können vorübergehend Beschwerden wie ein stärkerer Muskelkater, Spannungsgefühl, Druckempfindlichkeit, Schwellungen oder Blutergüsse auftreten.
Ja. In den ersten Tagen nach der Operation kann klare oder leicht blutige Flüssigkeit aus den kleinen Zugängen austreten. Dabei handelt es sich unter anderem um verbliebene Tumeszenzflüssigkeit und Wundsekret. Bei ungewöhnlich starker Sekretion, deutlicher Rötung, unangenehmem Geruch oder anderen auffälligen Beschwerden sollten Sie uns kontaktieren.
Bitte halten Sie sich an die von uns erhaltenen Anweisungen zur Wundversorgung und verwenden Sie nicht eigenständig zusätzliche Desinfektionsmittel. Sie erhalten von uns alle notwendigen Informationen und Materialien für die erste Zeit nach der Operation.
Nach der Liposuktion erhalten Sie für die Anfangszeit eine geeignete Kompression von uns. Welche Kompression notwendig ist und wie lange sie getragen werden sollte, hängt von der behandelten Region und Ihrem individuellen Heilungsverlauf ab.
Die bei einer Liposuktion entfernten Fettzellen bilden sich nicht neu. Das verbleibende Fettgewebe kann sich bei deutlichen Gewichtsveränderungen jedoch weiterhin verändern. Ein möglichst stabiles Körpergewicht trägt deshalb dazu bei, das Ergebnis langfristig zu erhalten.
Wir verstehen, dass die Behandlung eines Lipödems wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in der LIPÖDEMCLINIC.
Sollten Sie vor der Beratung eine kurze Vorabklärung wünschen, können Sie uns gerne per E-mail kontaktieren.
Egal, auf welchem Weg Sie uns erreichen wollen – wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören/lesen!